Vita

 

“Um ein Ganzes zu konstruieren genügt sein kleinster Teil.  Deshalb Fragmente. Die freie Form ist Ausdruck des Inneren, des Gemüts, der Seele.“

Jakob Lukas wurde 1989 geboren.

Mit der Bildhauerei kam er noch während seiner Schulzeit in Berührung, als er auf einer Kunstfahrt nach Azzano und Florenz neben dem Busuch wichtiger Kirchen und Museen auch die Bearbeitung von Marmor kennenlernte.

Nach Abschluss des Abiturs verbrachte er ein halbes Jahr in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens, wo er bei einer wohltätigen Organisation in den Slums von Kirkos arbeitete. Auf seinen Reisen durch das Land, die er gemeinsam mit einem Straßenjungen aus Addis Abeba unternahm, erstaunte und faszinierte ihn besonders das Leben und die von Dämonen und Engeln bevölkerte Glaubenswelt der Landbevölkerung.

Nach seiner Rückkehr schrieb er sich an der Universität für angewandte Kunst in Wien ein und verfolgte das Studium die zwei folgenden Jahre. Unzufrieden mit dem Universitätsbetrieb entschlosss er sich 2012 endgültig gegen eine akademische Ausbildung.

“Ich brauche den Zugang über das Material, ich muss den Ton oder den Stein in meinen Händen spüren, ihn von allen Seiten betrachten können, mit allen Sinnen Fühlung dazu aufnehmen. Die Universität war dafür nicht der richtige Ort. Kunst kann man nicht lehren, man muss sie in sich selbst und in der Welt entdecken!“

Jakob Lukas erkannte, dass schöpferisches Arbeiten aus der Tätigkeit, nicht aus der Theorie entsteht, brach das Studium ab und machte in Bayern eine Ausbildung zum Steinbildhauer.

Im Jahr 2014 nahm er am „Leonardo da Vinci-Projekt“ in Carrara teil, wo er selbständig im Atelier von Umberto Tonji in Pietra Santa arbeitete und später Boutros Romhein bei dessen skulptureller Arbeit unterstützte.

Während der Lehrzeit entstanden unter anderem Arbeiten wie “Glaube”, eine gedanklich tief gehende Arbeit, die eine Auseinandersetzung mit dem Glauben und dem Vertrauen auf etwas Übernatürliches darstellt. Für diese Arbeit erhielt Jakob Lukas beim Lehrlingsprojekt „Zierstein“ in Ingolstadt eine Belobigung für herausragende Leistungen.  Auch sein Gesellenstück „Fragment I“ wurde beim bundesweiten Wettbewerb „Die gute Form“ in Weiterstadt mit einer Ehrenuhrkunde ausgezeichnet.

Seit 2015 ist Jakob Lukas als freischaffender Künstler aktiv und stellt regelmäßig aus.

Sein Atelier befindet sich in Huglfing, einem beschaulichen Dorf in Oberbayern, wo er interessierte Besucher jederzeit mit einer Tasse frischem Kaffee empfängt.

“Sich mit Kunst zu beschäftigen heißt immer auch Forschung im eigenen Unbewussten. Was man dabei zu Tage fördert verlangt, zumindest bei mir, auf irgendeine Art verarbeitet, in verwandelter Form sichtbar gemacht zu werden.“